Die Elsterbrücke in der Gemeinde Weischlitz
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Das Grundmannsche Institut

 

Karl Friedrich Grundmann, am 11. Mai 1793 als Sohn sehr armer Webersleute in Plauen geboren, konnte mit Hilfe von Gönnern am Plauener Lyzeum lernen und in Leipzig Theologie studieren. 1818 übernahm er die Kloschwitzer Pfarrstelle. Im gleichen Jahr heiratete er Friedericke, die älteste Tochter der bekannten Plauener Kaufmannsfamilie Haußner. Die Ehe blieb kinderlos. Am 17. Dezember 1850 starb Pfarrer Grundmann an einem asthmatischen Leiden in Kloschwitz.

Karl Friedrich Grundmann

Karl Friedrich Grundmann, am 11. Mai 1793 als Sohn sehr armer Webersleute in Plauen geboren, konnte mit Hilfe von Gönnern am Plauener Lyzeum lernen und in Leipzig Theologie studieren. 1818 übernahm er die Kloschwitzer Pfarrstelle. Im gleichen Jahr heiratete er Friedericke, die älteste Tochter der bekannten Plauener Kaufmannsfamilie Haußner. Die Ehe blieb kinderlos. Am 17. Dezember 1850 starb Pfarrer Grundmann an einem asthmatischen Leiden in Kloschwitz.

1818 gründet Pfarrer Grundmann das Institut in den Pfarrgebäuden. Ohne jemals die Werbetrommel gerührt zu haben, wurden in einem Zeitraum von ca. 30 Jahren 398 Schüler am Grundmannschen Institut auf den weiteren Bildungsweg vorbereitet. Erster Zögling war Ernst Heimbach (Sohn seines Leipziger Gönners) - später Leipziger Universitätsprofessor. Der zuletzt aufgenommene Ludwig Glas aus Bösenbrunn wurde Arzt zu Leipzig.

Das Ziel der Anstalt war das eines "Progymnasiums" bis Untertia oder Obertia in Deutsch, Latein, Griechisch und Französisch. Das Institut erfreute sich des besten Rufes. Nicht selten schickten ehemalige Zöglinge ihre Söhne zu Pfarrer Grundmann. Während der Schülerbestand in den ersten Jahren 2 - 3 betrug. waren es später durchschnittlich 10 bis 12, die im Internat für Unterricht und voller Verpflegung 120 Taler zahlten.

Das Gesamtschülerverzeichnis nennt 398 Namen, darunter aus 51 deutschen Adelsfamilien 75 Zöglinge. Vertreten sind die von Beulwitz (7), von Feilitzsch (6). von Tümpling (4). Der berühmteste Schüler (1846-1847) war der damalige Kunsthistoriker Professor Dr. Richard Steche, der bekannte Verfasser der Buchreihe "Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreiches Sachsen".

Sogar aus Ölmütz, Frankfurt/M., Aachen, London und Birmingham kamen sie. Das Schulverzeichnis nennt alte Kloschwitzer in Paris, Moskau, Amerika, Afrika und Australien.

Die Anstalt wuchs, es mussten neue Gebäude gebaut werden. Der Gasthof wurde zu Lehrerwohnungen, Schulräumen und einem großen Betsaal umgewandelt. Das Institut umfasste 29 Lehrer. Dazu kamen noch die Kirchschullehrer der Umgebung. Frühzeitig und konsequent wandte sich Grundmann der körperlichen Ertüchtigung seiner Zöglinge zu. Eine herzliche Beziehung zur Plauener Familie Heubner ebnete den Weg zum Turnen am Grundmannschen Institut. Die Brüder des "Sächsischen Turnvaters" Otto Leonhard Heubner, Julius und Gustav, Vorturner in Plauen, waren Lehrer in Kloschwitz. Ein Übungsplatz und ein Gymnastikraum wurden auf dem Pfarrberg errichtet.

Wie spartanisch einfach die Kost war, erzählt ein ehemaliger Schüler:"Zum Frühstück gab`s zusammengeklappte Butterbemmen, zu Mittag Graupen, Kohlrüben oder Vogtländische Klöße".

Als Karl Friedrich Grundmann in den Vorweihnachtstagen 1850 starb, schlug auch die Stunde für sein Bildungswerk. Ostern 1851 wurde die Ausbildung am berühmten Knabeninstitut beendet.

Die Gebäude fielen dem großen Dorfbrand 1877 zum Opfer.

 
 
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